Die Ausbildung

Die Ausbildung richtet sich an Interessierte, die Shiatsu privat oder beruflich anwenden möchten und bietet eine sinnvolle Ergänzung für diejenigen, die bereits im Gesundheits- oder Sozialbereich tätig sind. Sie kann berufsbegleitend sein. Vorkenntnisse von Shiatsu sind nicht notwendig.

Die Grundausbildung (Teil 1) dauert zwei Jahre; darauf aufbauend können noch weitere eineinhalb Jahre (Teil 2) belegt werden. Beide Teile zusammen ermöglichen die Prüfung zur anerkannten ShiatsupraktikerIn der GSD.

Erstes Ausbildungsjahr:
Im ersten Ausbildungsjahr werden die Grundlagen und Grundtechniken von Shiatsu vermittelt. Dazu gehören die eigene Körperhaltung, die Gewichtsabgabe über Handballen und Daumen und die erste Wahrnehmung der Energie eines anderen Menschen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Kennenlernen und Behandeln der einzelnen Meridiane des Klassisches Meridiansystems und Techniken wie Dehnungen und Rotationen, die den Fluss der Energie unterstützen.

- Geschichte, Entwicklung und Wirkung von Shiatsu
- Einführung in Qi Gong und andere Körperübungen
- Grundlagen und Grundtechniken von Shiatsu (Hara, Haltung, Mutterhand - Aktive Hand)
-
Behandlung mit Handballen und Daumen
- die Verläufe der 12 Klassischen Meridiane
-
eine Behandungsmöglichkeit in Bauch-, Rücken-, Seitenlage und im Sitzen
- Einführung Tsubos (Punkte)
- Dehnungen und Rotationen
- "Shiatsugang", Übergänge
- Bo Shin: Wahrnehmung des Qi durch Schauen
- Kyo und Jitsu - Tonisieren/Sedieren
- Einführung Behandlungsberichte
- Anatomie und Physiologie I
- Einführung Hara Diagnose

 
 

Zweites Ausbildungsjahr:
Im zweiten Ausbildungsjahr wird die Lehre der Fünf Elemente oder Wandlungsphasen vorgestellt. Sie vermittelt die Vielfältigkeit, mit der Qi sich im Menschen zeigt, und wie die unterschiedlichen Qualitäten sich gegenseitig bedingen und beeinflussen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die shiatsuspezifische Befunderhebung: Hara und Rückenzonendiagnose.
Das Jahr endet mit der schriftlichen Zwischenprüfung.

- Vertiefung Hara Diagnose
- Einführung Rückenzonen Diagnose
- Einführung Fünf Elementen Lehre: Qualitäten und Meridianfunktionen, Einführung der Störungen
- TCM: die Grundsubstanzen, die drei Qi Quellen
- weitere Behandlungsmöglichkeiten der Meridiane in Bauch-,Rücken-,Seitenlage und Sitzen
- wichtige Tsubos (Punkte) einzelner Merdiane und deren Wirkung
- Sondergefäße: Lenker- und Konzeptionsgefäß
- Behandlung mit Ellenbogen und Knie
- Vertiefung Haltung, Abgrenzung
- Rhytmus, Tempo, Tiefe der Berührung
- Anatomie und Physiologie II

 

 

Drittes und Viertes Ausbildungsjahr (1,5 Jahre):
In den letzten eineinhalb Jahren werden die Möglichkeiten der Befunderhebung durch das Gespräch mit der KlientIn, das zu einer professionellen Behandlung dazugehört, erweitert. Die in der Grundausbildung vermittelten Themen werden vertieft (z.B. Bo Shin Energiewahrnehmen durch Schauen) und durch das Behandeln mit unterschiedlichem Focus (z.B. mit Bildern) ergänzt. Das erlernte Wissen wird in zielgerichteten Behandlungen zusammengeführt. Das vierte Jahr endet mit der schriftlichen und praktischen Abschlußprüfung.

- Gesprächsdiagnose: Anamnese, Rolle der BehandlerIn und der KlientIn
- Vertiefung der Störungen der Fünf Elemente
- Bo Shin: Qi Verteilung im Körper, Ausdruck der Fünf Elemente
- Bildhafte Qi - Feld Wahrnehmung
- Vertiefung Rückenzonendiagnose
- Gruppenbehandlung: Diagnose, Behandlungsplan und Umsetzung
- Shiatsu in den Wechseljahren
- Shiatsu für den Bewegungsapparat
- Shiatsu und Menstruation
- Shiatsu bei Kopfschmerzen
- Einblick in das erweiterte Meridansystem nach Masunaga
- Vertiefung Kyo und Jitsu
- Anatomie und Physiologie III

- Gründung einer eigenen Praxis: Werbung, rechtliche Grundlagen

Wir bemühen uns unsere Unterrichtsinhalte der Entwicklung und den Wünschen der einzelnen Gruppen anzupassen. Deshalb können die einzeln genannten Themenbereiche variieren.

Teil 1 und 2 der Ausbildung sind aufeinander aufbauend konzipiert - können aber auch einzeln belegt werden. Ein Quereinstieg ist nach Absprache möglich.

Teil 1 ermöglicht den TeilnehmerInnen wohltuendes und entspannendes Shiatsu im Freundes- und Familienkreis zu geben. Bei Vorerfahrung in der Körperarbeit ist dieses auch in der Arbeit möglich. Beide Teile zusammen schaffen die Voraussetzung dazu, selbständig, differenziert und zielgerichtet zu behandeln.

 

 
 

Die gesamte Ausbildung wird begleitet von Übungen zur Wahrnehmung und Stärkung des eigenen Qi: Verschiedene Qi Gong Formen, Meridian-Dehnübungen und Meditationen.

Grundwissen in Anatomie und Physiologie wird entsprechend den Unterrichtsthemen vermittelt. Die Ausbildung endet mit einer freiwilligen schriftlichen und praktischen Abschlußprüfung.

Die TeilnehmerInnen bilden in ihren jeweiligen Wohnorten Arbeitsgruppen, um das Gelernte regelmäßig zu üben. Sie geben von Anfang an eigene Behandlungen, die protokolliert werden, um sie dadurch besser zu strukturieren und zu reflektieren.

Tutorien in Kleingruppen bieten die Möglichkeit für individuelle Fragen zu Theorie und Praxis. Durch das Behandeln einer Lehrerin bekommen die TeilnehmerInnen Anregungen und Unterstützung in ihrer Arbeit.

Begleitend zur Ausbildung lassen sich die TeilnehmerInnen mindestens zehnmal von erfahrenen Shiatsu - PraktikerInnen behandeln, um professionelles Shiatsu kennenzulernen.

 

 

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